Einsatzberichte
Gefahrgutunfall in Homberg: 16 Verletzte
Homberg. Ein Giftunfall hat in der Nacht zu Mittwoch in der Kreisstadt Homberg für Katastrophenalarm mit einem Großaufgebot an Rettungskräften und Feuerwehr gesorgt. Das Industriegebiet und Teile der Innenstadt sind noch gesperrt.
Giftunfall: 16 Verletzte und Großalarm in Homberg
Auf dem Gelände des Speditionsunternehmens CTL war gegen 1.30 Uhr aus einem Fass eine giftige Flüssigkeit ausgetreten. 16 Menschen wurden nach ersten Erkenntnissen verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Mindestens zehn weitere Personen wurden laut Polizei zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht.
In der Homberger Stadthalle wurde provisorisch ein medizinisches Versorgungszentrum eingerichtet. Busse brachten etwa 150 CTL-Mitarbeiter und Lkw-Fahrer zur Beobachtung und ersten Versorgung dorthin.
Aus ganz Nord- und Mittelhessen waren Rettungskräfte, Notärzte sowie Feuerwehrleute mit Spezialausrüstung in Homberg zusammengezogen worden. Über Polizeidurchsagen und Rundfunkmeldungen wurde die Bevölkerung gewarnt und aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten
Bei dem ausgetretenen Stoff handelt es sich nach Informationen der Polizei um Phenylmercaptan, das für verschiedene chemische Prozesse verwendet wird. In der Nacht war noch nicht klar, welche Gesundheitsgefahren von dem Stoff ausgehen können. Nach Angaben der Ärzte äußern sich die Symptome vor allem in Atemnot, Husten, Übelkeit und Schwindel.
Die Lieferung des Phenylmercaptan soll nach Informationen der HNA aus Holland stammen. Ein Experte der Darmstädter Firma Merck soll im Laufe des Tages hinzugezogen werden, um die Gefährdung einschätzen zu können.
Vorsorglich unterzogen sich alle betroffenen Mitarbeiter noch in der Nacht in einem Zelt vor der Stadthalle einer Dusche. Die Fahrzeuge wurden dekontaminiert. Das Firmengelände war weiträumig gesperrt.
Quelle: HNA.de Links zu diesem Artikel
» HNA
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Autor: jenny1707
Titel: Gefahrgutunfall in Homberg: 16 Verletzte
Erstellt: 16.02.2011
Letzte Änderung: 16.02.2011
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